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Gänseblümchen

Bellis perennis


Das bekannteste aller Blümchen,
von den Kindern geliebt!

In der nordischen Mythologie ist das Gänseblümchen der Frühlingsgöttin OSTARA gewidmet. Ihr Name bedeutet Aufgang des Lichts, ihr Hauptfest ist Ostern.
Im 17. Jahrhundert zu Zeiten des Tabernaemontanus wurde es gepriesen und als Beigabe zu Salaten und Suppen wärmstens empfohlen.
Es ist eines der ersten Frühlingsboten und es heißt, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr isst, wird das restliche Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont, und wer am Mittag des Johannistags gepflückte und getrocknete Gänseblümchen bei sich trägt, dem gehe keine wichtige Arbeit schief. Traditionell wird das Gänseblümchen als Heilmittel bei Hauterkrankungen und Leberleiden angewandt.
Aufgrund der stoffwechselanregenden, blutreinigenden und entwässernden Wirkung ist diese Heilpflanze gut für eine Frühjahrskur geeignet.
Der Tee wirkt krampflösend, schleimlösend, hustenstillend und leicht abführend.

Naturheilkundliche Bedeutung und Therapeutische Eigenschaften

  •     adstringierend (zusammenziehend)
  •     blutreinigend
  •     Abszesse
  •     Bronchitis, Verschleimung
  •     Lungengeschwüre
  •     Gicht, Rheuma
  •     Nieren- und Lebererkrankungen
  •     harntreibend
  •     Magen- und Darmentzündung
  •     Menstruationsbeschwerden
  •     stoffwechselbeschleunigend
  •     schmerz- und krampflindernd
  •     schweißtreibend
  •     Quetschungen, Prellungen


Teeaufguss innerlich
1 TL des Krauts mit ¼ L kochendem Wasser übergießen und abgedeckt 15 Min. ziehen lassen.
In kleinen Schlucken und je nach Bedarf bis zu 3 Tassen täglich trinken.
bei Gicht, schmerzhafter und unregelmäßiger Menstruation. lindert Schmerzen und Krämpfe, reinigt das Blut und beschleunigt den Stoffwechsel, wohltuend für die Lunge bei Bronchitis, Lungengeschwüren und Brustschmerzen, wirkt schleimlösend, ist hilfreich bei Leber- und Nierenerkrankungen und Rheuma und Gicht und auch bei Darm- und Magenentzündung.

Breiumschlag
Frische Blätter zerquetschen und auf ein Leinentuch geben, als Auflage
als schmerzstillendes Mittel bei Haut- und Schleimhautrötungen, Abszessen

Dampfbäder
Gänseblümchen und Odermennig vermischt
bei lahmen Gliedern und Rheumatismus

Tinktur

Die Blüten werden in Branntwein eingelegt
gegen Muskelkater, Rheuma und Gicht

Teemischung

z. B. Gänseblümchen, Besenheide oder Walnussblätter
gegen innere Blutungen bei Unfällen

Homöopathie
verschiedene Anwendungsgebiete, z.B. wichtiges Wundheilmittel, auch bei rheumatischen Beschwerden und Hämatomen sowie eitrigen Hautprozessen

Verwendung in der Kräuterküche
Die zarten jungen Blätter verfeinern den Geschmack von Frühlingssalaten und Gemüsesuppen.
Die Knospen und halboffenen Blüten haben einen nussartigen Geschmack, die geöffneten Blüten schmecken leicht bitter. Sie werden ebenfalls in Salaten angerichtet und erfreuen auch noch das Auge, das ja bekanntlich mit isst.
Die Blätter können selbst im Winter zu Salat verwendet werden und sind sehr gesund.

 

Gänsefingerkraut

Potentilla anserina

 

 

Das Kraut gegen Krämpfe

 

Pfarrer Kneip heilte mit in heißer Milch ausgelaugtem Gänsefingerkraut einen Patienten vom Wundstarrkrampf. Da spätere wissenschaftliche Untersuchungen andere Kräuter mit höheren krampflösenden Eigenschaften fanden, verlor das Kraut seinen adelnden Namenszusatz „offizinell“, welcher es vormals als allgemein anerkanntes Heilmittel auswies. Nichts desto trotz wurde und wird das Gänsefingerkraut in der Naturmedizin gerade bei Verdauungsbeschwerden empfohlen.

Die Pflanze hat trocknende, zusammenziehende und stopfende Eigenschaften.

Sie lindert Muskel-, Waden-, Magen- und Unterleibskrämpfe. Sie soll insbesondere die glatte, nicht willentlich beeinflussbare Muskulatur der inneren Organe beruhigen und entspannen. Besonders der hohe Anteil an Bitterstoffen trägt zur beruhigenden und lindernden Wirkung auf die Verdauungsorgane bei. Das Kraut hat einen leicht krampflösenden Effekt auf die Galle, den Pförtner und die Gebärmutter.  Sie zieht die Hitze aus dem Kopf und dem gesamten Körper.


Botanische Kennzeichen und Vorkommen

Gehört zur Familie der Rosengewächse. An der Blattrosette befinden sich liegende, sich bewurzelnde Ausläufer, welch bis 1 cm lang werden. Die Blätter sind gefiedert, gegenständig und an der Unterseite silbrig behaart. An den Blattachsen der bewurzelten Ausläufer finden sich auf langen Stielen die gelben Blüten mit den 5 Blütenblättern.

Sie findet sich auf Wiesen und an Wegrändern, feuchten Gräben und in toniger Erde.

Volksnamen: Anserine, Gänserich, Krammetkraut, Krampfkraut, Martinshand, Säukraut, Silberchrut, Silberkraut, Stierlichrut


Naturheilkundliche Bedeutung und Therapeutische Eigenschaften

  • blutstillend
  • lockere Zähne
  • Zahnfleischbluten
  • Entzündungen d. Mund- und Rachenschleimhaut
  • Herzbeklemmungen
  • Arthritis, Gicht
  • Krämpfe aller Art / Epilepsie, Muskel- Wadenkrämpfe
  • Nierensteine
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Diarrhoe
  • Cholera
  • Frauenbeschwerden: Weißfluss, Unfruchtbarkeit
  • hitzige Geschwüre und Wunden
  • Gesichtsflecken, Flechten

  

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, 2% Gerbstoffe: Gallussäure, Flavonoide, Cumarine, Harze


Rezepturen

Teeaufguss innerlich: Kraut und Blüten werden mit Milch oder Wasser gekocht.

Bei Zahnproblemen, Blutspeien, Magen- und Darmbeschwerden, Geschwüren, Frauenbeschwerden, Fisteln, Würmern, alten Wunden, Gicht und Nierensteinen.

Teeaufguss äußerlich: Rückgratschmerzen, Wunden, hitzige Geschwüre, hitzigen Kopfschmerzen, Mundfäule, Zahnschmerzen

Umschläge: Dazu verwendet man das in Milch gesottene Kraut 

Wurzeln: Die ausgegrabenen Wurzeln Stückchenweise kauen und anschließend ausspucken,hilft bei Zahnfleischbluten oder Parodontose.

 

Sammeln und Trocknen: Gesammelt werden die Blätter und die Blüten kurz vor oder während der Blüte und außerdem die Wurzeln.

 

Homöopathie: bei Wadenkrämpfen, Darmkrämpfen, Herzkrämpfen, Menstruationsbeschwerden

 

Interessantes: Gänse knabbern besonders gern die Samen des Krauts, daher der Name. Über die Ausscheidung der Gänse verbreitet sich die Pflanze.

Man hat beobachtet, dass Wiederkäuer bei krampfartigen Beschwerden instinktiv Gänsefingerkraut fressen.  

 

Hinweis:

  • Die Beschwerden bei Reizmagen können unter Umständen verstärkt werden.
  • Krämpfe können auch aufgrund eines  Mangels an Kieselerde, Magnesium oder anderen Mineralien entstehen!

 

Kräutermagie: Die an der Sonnenwende morgens gegrabene Wurzel – als Amulett für Liebeszauber. 

Goldrute

Solidago virgaurea


Solidago kommt aus dem lateinischen und bedeutet Festmach –
ein Hinweis auf die Fähigkeit Wunden zu heilen.

Von den alten Germanen wurde die Goldrute als Wundkraut verwendet. Seit dem Mittelalter ist sie als Nieren- und Blasenmittel bekannt. Ebenso wurde sie pulverisiert zur Behandlung frischer Wunden eingesetzt. Martin Luther soll manches Zipperlein mit ihr kuriert haben. Arnold von Novavilla prieß das Kraut sehr hoch, dass es in weißem Wein gesotten und getrunken, den Harn gewaltig treibe, den Stein breche und ausführe. In rotem Wein oder Wasser gekocht und eingenommen stillt es die Ruhr und heilt alle innerlichen Wunden. Die weltberühmten Ärzte Matthiolus und Dodonaeus schreiben über seine Kraft wider den Nierensteinen, Harngrieß und Harnverhaltung. Es zermale den Stein und überdies reinige es die Nieren und Harnwege von allem groben Schleim.

Heute kommt die Goldrute als wirksame Heilpflanze bei Entzündungen von Blase, Nieren und ableitenden Harnwegen zur Anwendung. Die in ihr enthaltenen Leiocarposide, d.h. stark entwässernde Substanzen (diuretisch), unterstützen den Körper bei der Ausscheidung von überschüssigem Wasser. Sie hilft bei der Auflösung und Ausscheidung von Nieren- und Gallensteinen. Frauen mit Problemen nach der Geburt sollten sie nehmen. Sie reinigt die Atemwege und lindert Asthma und Keuchhusten.
Das Heilkraut findet sich häufig in Mischungen für die Frühjahrs- oder Herbstkur. Solidago enthält viele antibiotische und entzündungshemmend Flavonoide und Glykoside und aktiviert den gesamten Stoffwechsel und kann somit bei Rheuma und Gicht hilfreich sein. Die Harnmenge wird erhöht, wodurch Nieren, Blase und Harnwege durch die heilkräftigen Substanzen durchspült werden. Als organspezifisches Nierenmittel wird Goldrute besonders bei chronischen Erkrankungen geschätzt.

Naturheilkundliche Bedeutung und Therapeutische Eigenschaften

  •     Nierenleiden
  •     chronische Nephritis, Nieren-
  •     und Blasensteine
  •     Lebererkrankungen
  •     Blasenentzündung
  •     Harngrieß, Harnverhaltung
  •     Gicht, Arthritis
  •     Rheumatische Beschwerden
  •     Hals- und Rachenkatarrh
  •     Keuchhusten und Asthma
  •  Mundfäule
  •     Hautbeschwerden
  •     Wunden
  •     Venenentzündungen
  •     Darmerkrankungen
  •     Ruhr
  •     Hämorrhoiden
  •     Prostatavergrößerung
  •     Tuberkulose
  •     seelische Belastungen


Rezepturen

Teeaufguss innerlich
Bei Nierenleiden, Blasenentzündung, Gicht und rheumatischen Beschwerden,

Teeaufguss äußerlich
Bei Wunden und verschiedenen Hautbeschwerden

Gurgelwasser
Bei Hals-Rachen-Katarrh, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischgeschwüre, wackeligen Zähnen, Diphtherie

1 TL des Krauts mit 1 ½ Tassen kochendem Wasser übergießen und lauwarm damit gurgeln. 
Bei Mundfäule, Mund- und Rachenentzündung

Aufguss aus Solidago und Braunellen mit Honig

Kaltauszug

Presssaft

Tinktur
20g getrocknetes und zerkleinertes Kraut in 60 – 80%igem Alkohol 8 Tage ziehen lassen
Von der Solidago-Tinktur werden etwa 3mal täglich 10 Tropfen genommen, z.B. bei Erkrankungen der Harnwege.

Umschläge
bei Venenentzündungen, Stichen, Schnittwunden, Geschwüren und vereiterten Wunden

Weinrezept
6 handvoll Goldrute in 1 L Weißwein einlegen und zugedeckt 3 Tage ziehen lassen.
Dann den Wein abseihen und bei Bedarf täglich ein Glas trinken (nach Johann Künzle)
harntreibend, steinbrechend

Wundsalbe

Wundpulver
Das getrocknete und pulverisierte Kraut wird direkt in die Wunde gestreut.

Teemischungen

hier gibt es viele Mischungen z. B. bei Arterienverkalkung, Bettnässen, Blasenentzündung, Ekzeme, Reizbalse, Hämorrhoiden, Rheuma, Diabetes, Wassersucht, Hepatitis

Homöopathie
In der Homöopathie wird Solidago virgaurea in D- Potenzen bei Erkrankungen im Rahmen von Nierenstörungen verwendet.

Wichtiges:
Die Ausscheidung von Natrium-, Kalzium- und Kaliumionen wird nicht beeinflusst.

Hinweis:
Bei Ödemen als Folge einer eingeschränkten Herz- und Nierenfunktion sollte das Kraut nicht angewendet werden!
Gebraucht wird das Kraut allein, doch besser wirkt es in bestimmten Mischungen.

Kräutersprache:
Die Goldrute beeinflusst unser Gefühlsleben in positiver Weise. Sie wirkt ausgleichend, beruhigend und trostbringend.

Gundelrebe

Glechoma hederacea

Das frische Kraut ist wohltuend und belebend undempfiehlt sich daher zur Anwendung in der Küche

 

Bei unseren heidnischen Vorfahren war  das Kraut dem Donar geweiht. Um vor dem Blitz sicher zu sein, hing man gern einen Strauß davon in den Wohnräumen auf, außerdem sollte es helfen, die Hexen zu erkennen. Es soll auch für hellseherische Kräfte sorgen und dafür, dass die Kühe das Jahr über viel Milch geben.

Die Gundelrebe war bis ins 17. Jahrhundert wichtige Bierwürze, bevor die Mönche in England den Hopfen einführten. Sie galt als hellsichtig- und wach-machend, was der Kirche ein Dorn im Auge war. Im Gegensatz dazu war der Hopfen eher einschläfernd und lust-mindernd, genau richtig für die Mönche. Früher wurde die Gundelrebe bei Hautproblemen genutzt.  Bei den Germanen war sie beliebt und zählte zu den „Gundkräutern“, Gund = Eiter und wurde somit zur Wundheilung verwendet. Von Hildegard von Bingen wurde die Gundelrebe aufgrund ihrer wärmenden Wirkung besonders bei Erschöpfungszuständen empfohlen. Im Mittelalter galt sie als vorbeugend gegen Skorbut und als kräftigend zur Frühjahrskur.

Heute findet sich außerdem Anwendung bei Atemwegsinfekten, zur Unterstützung der Verdauungsorgane, insbesondere Magen, Galle, Niere und Leber und zur Stärkung und Belebung des Stoffwechsels.

Die Öle und Saponine begünstigen die auswurffördernden Eigenschaften der Gundelrebe. Die Bitterstoffe und Saponine regen die Verdauung an und sind herz- und leberstärkend. Das Cholin, ein B-Vitamin fördert den Hirnstoffwechsel, was zur mental anregenden Wirkung führt. Die Pflanze gilt auch  als hervorragender Vitamin-C- und Kalzium-Lieferant. Ihre stoffwechselanregende Wirkung nutzt man zu Frühjahrskuren.

 

Botanische Kennzeichen

Die krautige, mehrjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler wird 10 bis

30 cm hoch. Sie hat kriechende, vierkantige Stängel, welche sich an den Knoten bewurzeln. Die Blätter sind gegenständig und nieren/herzförmig mit einem grob gekerbten Rand und an ihrer Unterseite blau-violett überlaufen. Die Blütenstände, in blattachselständigen Quirlen angeordnet, setzen sich aus 2-5 blau-violetten Blüten zusammen, welche mit kurzen, zarten Deckblättern versehen sind. Blütezeit ist von März/April bis Juni. Nach der Blütezeit treibt die Pflanze zahlreiche oberirdische bis 1 m lange Ausläufe. Die Früchte sind kleine Nüsschen bestehend aus vier ein- samigen Teilfrüchten. Der kriechende Hauptspross ist auch im Winter belaubt. Die Blätter sind von aromatisch-würzigem Duft.

Die Pflanze ist in ganz Europa und gemäßigten Gebieten Asiens und Amerikas verbreitet. Sie wächst auf feuchten Wiesen, an Hecken, Zäunen, Mauern, im Gebüsch und in lichten Wäldern in Höhen bis 1400m.

Zu verwechseln mit der ungiftigen, roten Taubnessel. Bei der Gundelrebe sind jedoch die unteren Blütenblätter größer, bei der Taubnessel sind die oberen Blütenblätter betont. Außerdem ist die Gundelrege von kleiner und kriechenderer Gestalt.

Die Blätter der Taubnessel sind nach oben hin spitzer.

 

Volksnamen: Blauhuder, Donnerkraut, Engelkraut, Erdefeu, Erdenkränzlein, Gundermann, Gunelreif, Heilrauf, Maßhold, Widerruf


Naturheilkundliche Bedeutung und Therapeutische Eigenschaften

   

  • appetitanregend
  • entschlackend
  • tonisch
  • adstringierend
  • entzündungshemmend
  • auswurffördernd
  • Zahnfleischentzündungen
  • Ohrenerkrankungen
  • chronische Brust- und Lungenbeschwerden
  • Bronchialasthma
  • Schnupfen
  • Heuschnupfen
  • Husten
  • fiebersenkend, Wechselfieber
  • mental-anregend
  • verdauungsfördernd
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • ·Gelbsucht
  • Leberstörungen
  • Nieren- und Gallensteine
  • harntreibend
  • Entzündung der Harnorgane
  • stoffwechselanregend
  • Erschöpfungszustände
  • nervenberuhigend, Hysterie
  • menstruationsanregend
  • Ischias
  • Würmer
  • Schorf, Grind, Zellulitis


Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe u.a. Glechomin, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze, Mineralstoffe (Kalium),Phenole, Sesquiterpenlactone, organische Säuren, Cholin, Vitamin C, Wachs.

 

Rezepturen

Teeaufguss innerlich frisch gepflücktes oder getrocknetes Kraut 2 – 3 Tassen täglich

bei chronischen Brust- und Lungenbeschwerden, Erkältung, verschleimter Lunge, Rachenkatarrh, Bronchialasthma, Entzündungen der Harnorgane, stoffwechselanregend, bei Hysterie, Magen- und Darmproblemen, Leberstörungen, zur Unterstützung der Schwermetallausleitung

 

  •  als Spülung bei Zahnfleischentzündungen,
  • zum Auswaschen von Schorf
  • als Gesichtswasser zum Reinigen der Haut bei Akne 

Gundelrebenmilch: 2 EL Gundelrebenblätter in heißer Milch 10 Min. zugedeckt ziehen lassen, damit sich die ätherischen Öle in dem Fett gut lösen. Abseihen und mit Honig gesüßt heiß trinken. Ist schleimlösend, bei Bronchitis, Schnupfen und Schleimhautentzündungen

 

Dampfbad: Aus dem Teeaufguss bei Ohrenerkrankungen

Bad: 5 Handvoll Gundermannkraut in 5 L Wasser aufkochen und den Absud dem Badewasser hinzufügen, bei Ausschlägen, Ekzemen, Ischias, Gicht

Auflagen: Aus dem frisch abgekochten und in ein Leinensäckchen gefüllten Kraut.

 Frischpflanzensaft:

  • Einreibung: Der frische Pflanzensaft eignet sich als antineuralgische Einreibung.
  • den gepressten Saft in Wein oder Brühe geben, 2 – 3mal täglich bei chronischen Brust- und Lungenbeschwerden
  •  einige Tropfen des gepressten Saftes bei Leibschmerzen kleinerer  Kinder 

Gundelrebenwein:

  • Das Kraut in Wasser oder Wein sieden und den Absud täglich öfter trinken bei Gelbsucht, Wechselfieber, Steinleiden
  • Das Kraut in Wein gekocht gegen Würmer, menstruationsanregend, bei  Ischiasbeschwerden, Hepatitis 

Pulver: bei eitrigen Lungenbeschwerden und Verschleimung

Gundermannfett: Besonders gut lösen sich die ätherischen Öle des Gundermanns, wenn man ihn in Ziegenfett kocht. Zur Reinigung der Lunge regelmäßig die Abkochung trinken.

Salbenmischung:

  • Gundelrebe, Glockenblume, Weinsteinöl und Weizenmehl zerstoßen und zu einer Salbe mengen, heilt den s.g. „Grind“ ein Ekzem bes. der Kopfhaut
  • Entweder die frische, zerquetschte Gundelrebe mit Leinmehl und warmem Wasser vermischt oder nur das zerquetschte Kraut, zum Aufstreichen auf die Haut bei Schmerzen und gegen Zellulitis

Gundelrebentinktur:

1 bis 2 Hand voll kleingeschnittenes  Gundelrebenkraut locker in ein Schraubdeckelglas geben und mit 45%igem Weingeist auffüllen. Es geht auch mit 38%igem Korn. 3 Wochen stehen lassen, dann abseihen. Bei Bedarf 3 x 30 Tropfen, Kinder 15 Tropfen, bei chronischen Atemwegsbeschwerden, Husten, Schnupfen 

Gundelrebenöl: Das frische Kraut samt Blüten klein schneiden und mit Olivenöl in einem Topf erhitzen und für ½ Stunde auf kleiner Hitze köcheln. Anschließend absieben und in eine Flasche füllen und für 1 Woche auf der Fensterbank stehen lassen.  Zur Wundheilung 

Nasentropfen: ¼ L Wasser kochen und 1 Msp. Meersalz, ½ TL Gundelrebenkraut, 1 TL Salbei zufügen und 10 Min. ziehen lassen, abseihen und abkühlen. Mit einer Pipette in die Nase träufeln bei Heuschnupfen

 

Sammeln und Trocknen

Gesammelt werden von April bis Juni die jungen, möglichst blühenden Pflanzen (Blätter und Triebe)  an sauberen, unbelasteten Stellen. Sie sollten in lockeren Schichten getrocknet werden. Danach vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Im Naturgarten eignet sich die Gundelrebe als schöner, früh und lange blühender Bodendecker.

 

Homöopathie: Ein Homöopathikum, das bei Milz- und Leberleiden in Betracht zu ziehen ist, auch bei einigen Erkältungsbeschwerden.

Gundelrebenessenz: Um alte Gefühle und Verhaltensmuster zuerkennen und transformieren. Zum Zwecke der Weiterentwicklung für mehr Kraft, Fülle und Selbstvertrauen.

Nützliches: Als Tee oder Salatbeigabe soll die Gundelrebe die Bleiausschwemmung aus dem Körper fördern.

 

Gundermannpulver: Die im Schatten gut getrockneten Gundermannblätter zu Pulver zermahlen. Eine Prise davon als Schnupftabak verwenden, gegen dumpfe und langanhaltende Kopfschmerzen.

 

Hinweis: Obwohl die Gundelrebe für uns Menschen sehr heilsam und für die meisten Tiere ungefährlich ist, so ist sie hingegen für Pferde sehr giftig.

 

Kräuterküche

Der Geruch ist balsamisch, der Geschmack ist bitter und scharf.

  • Eine vortreffliche Zugabe für Salate, Gemüse und Kräutersuppen, Kräuterbutter und -Quark als Gewürzkraut – das ganze Jahr über.
  • Kann auch getrocknet als Gewürz verwendet werden.
  • Zu Frühlingssalaten fügt man Gundermann, Kerbel, Brunnenkresse, Gänseblümchen und Brennessel zu.
  • Eine Kräutersuppe aus Gundermanntrieben, Gänseblümchen, Brennessel, Birke, Kresse, Schafgarbe reinigt den Körper von den im Winter angesammelten Krankheitsstoffen.
  • Gundelrebe gehört in die traditionelle Kärntner Rindssuppe und in die Gründonnerstagssuppe.


Kräutersalz: Die getrockneten  Gundelrebenblätter klein reiben und mit grobem Meersalz mischen. Dazu kann man beliebig andere aromatische Gewürze mischen, wie Quendel,  Pastinakenblätter, Schafgarbe und Dost. 


Gerichtvorschläge:

  • Eierpfannkuchen: Gundelrebenblättern, Bärlauch, Veilchen- und Gänseblümchenblüten, etwas Wiesenschaumkraut oder anderen essbare Wildkräutern (je nach Jahreszeit) kleingeschnitten in den Teig geben, etwas geriebenen Käse hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Kartoffelsuppe mit Gundelrebe: 5 rohe, gewürfelte Kartoffeln, 1 kleingeschnittene Karotte und ½ kleingeschnittene Sellerie in Salzwasser weich kochen. 1 gewürfelte Zwiebel in 60g Öl anbraten und 1 Handvoll Brennnesselblätter hinzugeben. Mit 50g Mehl nochmals rösten, dann mit der Suppe aufgießen und 15 Min. kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und 3 Handvoll kleingehackte Gundelrebenblätter einrühren.